Ich habe dich so lieb – CD

Ich habe dich so lieb – CDIch habe dich so lieb CD, mit 20-Seiten-Booklet
2015 Bluebird Café Berlin Records CD 15-0092, LC 11845
14,99 Euro, Bestellung: hier…
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Rainer Katlewski schrieb in der Musikzeitschrift „Folker“:
„Eine schöne Produktion, kluge Texte, freundliche Melodien, gute Songs für einen netten Abend in der dunklen Jahreszeit.

Die CD „Ich habe dich so lieb“ erinnert schon im Titel an eins der beliebtesten Gedichte von Joachim Ringelnatz. So ist es nicht verwunderlich, wenn Ringelnatz-Preisträger Achim Amme hier die Vertonungen einiger Originalgedichte einspielt, die schon das Live-Programm „Echt verboten“ bereicherten. Aber die meisten der nostalgisch-neuralgischen Texte stammen – wie die Musik – von Achim Amme. Da wird aus einem Walzer ein Samba, ein alterndes Wrack ist immer noch rockig auf Zack und verrauchte Liebe wird im burlesken Whiskyrausch ertränkt. Schon über Ammes letzte CD „Der Welt ist schlecht“ war die Internetplattform „Ein Achtel Lorbeerblatt“ voll des Lobes. Und das Musikblatt „Folker“ schrieb von „wunderbare(n) Chansons, die eine ganz eigene, sanfte Kraft entfalten“.
Uli Kringler, von der Fachpresse hoch gelobter Gitarrist und Studiomusiker (Sarah Connor, Ulla Meinecke, 2Raumwohnung, u.a.), erweist sich erneut als einfühlsamer Produzent. Ihm zur Seite steht Ulrich Kodjo Wendt, bekannt für seine Filmmusiken (u.a. für Fatih Akin) und als Akkordeonspieler (UKW Band). Ergänzt werden sie durch die eingespielte Rhythmusgruppe, bestehend aus Lars Hansen (bass), Yogi Jockusch (perc.) und Heinz Lichius (dr). Als Gast ist u.a. Julian Dawson (blues harp), auf zwei Titeln vertreten.
Das 20-seitige Booklet enthält sämtliche Texte und einige Überraschungen. Erneut heißt es, nicht nur aus Nostalgie, sondern weil es sich bewährt hat: LIEDER, DIE GLÜCKLICH MACHEN!

Im „Münchner Merkur“ stand am 20.11. über den Auftritt mit „Echt verboten!“ bei der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing  zu lesen: „Jazzig und im Stil des Chansons hatten die Künstler die Textvorlagen gelungen in Lieder umgesetzt, die Amme auf der Gitarre und Wendt auf dem Knopfakkordeon begleiteten.“
(Text: © Alexandra Joepen-Schuster)

Bitte lass es Ironie sein: Der betroffenheitstrunken-peinliche Titel „Ich habe dich so lieb“ kann einfach nicht ernst gemeint sein. Zum Glück nicht. Denn da gibt es ja dieses Gedicht von Joachim Ringelnatz. Wir erinnern uns: „Ich habe dich so lieb / ich würde dir ohne Bedenken / eine Kachel aus meinem Ofen schenken…“ Gerettet. Da hilft es auch zu wissen, dass der Künstler, Schauspieler, Songwriter, Gitarrist und Sänger Achim Amme sogar Ringelnatz-Preisträger ist und sich auf seinem neuen Album einiger Gedichte des großen deutschen Schriftstellers und Schöpfers der unvergessenen Kunstfigur „Kuttel Daddeldu“ annimmt. Mal vertont als Fingerstyle-Folk, mal als Chanson, im Walzertakt, als Samba oder Rock-Song – das ist stets gut gemacht, mit unaufgeregter Stimme dargebracht und sprachlich ungemein unterhaltsam. Produziert von Multitalent Uli Kringler (Sarah Connor, Ulla Meinecke, 2Raumwohnung), unterstützt von einer eingespielten Rhytmusgruppe sowie Julian Dawson als Überraschungsgast, bietet dieser Silberling eine Menge Hörspaß. Soll man, darf man, kann man lieb haben.
Stefan Woldach, Akustik Gitarre 4/16

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